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"Solang das die Kerwa gibt"- So lautete die Antwort vom Vereinslokalwirt Antwort auf die Frage, wie lange es die Kerwaburschen in Ermreuth gibt. Aber wie sah das damals aus? Bis in die 60er Jahre gab es zwei Burschenschaften, eine obere und eine untere. So wurden damals auch zwei Kerwabäume aufgestellt und ausgestanzt. Das Büschlazamspieln wurde bis Anfang der 80er Jahre zelebriert. Hierbei wurde am Samstag nacheinander zu den drei Wirtschaften gezogen und dort die Eingangstüren mit frischen Birkenbüschen geschmückt. Ende der 80er Jahre wurden die Kerwaburschen, die die Kerwa ausrichteten immer weniger, so dass 1990 der Kirchweihburschenverein gegründet wurde. Der Verein besteht nunmehr seit 20 Jahren und führt die Dorftraditionen weiter. Eine Ermreuther Tradition ist das Eiersingen: In der Nacht von Ostersonntag auf Montag wird von Haus zu Haus gezogen und in Form eines Liedes um Eier gebeten. Da es zu dieser Jahreszeit Nachts noch sehr kalt ist, freut man sich auch über andere Gaben, in Form von alkoholischen Getränken die zur Aufwärmung dienen. Am Ende der Tour werden die Eier dann zu Rührei verarbeitet und verspeist. Am letzten Juniwochenende wird die St. Peter und Paul Kirchweih gefeiert. Nach einem zünftigen Auftakt am Donnerstag mit Kesselfleischessen un dem Beatabend am Kerwafreitag wird traditionell am Samstag der Kirchweihbaum aus dem Wald geholt und aufgestellt. Dies geschieht unter dem Kommando unseres Vereinswirts, dem "Bonzo", der diese Rolle von seinem Vater, dem Seniorwirt "Beck" übernommen hat, der dies 50 Jahre lang davor gemacht hat. Am Abend bringt die Unterhaltungsgruppe dann jedes Tanzbein in Bewegung und die Stimmung steigt ins Bodenlose. Am Sonntag wird in einem Festzug in Begleitung der Weingartser Blasmusik, die uns schon seit 30 Jahren begleitet, durchs Dorf gezogen um das Fäßla auszugraben. Nach dem Montags-Frühschoppen der bis in die späteren Nachmittagsstunden gehen kann, wird abends der Baum ausgetanzt. Das Siegerpärchen zieht in Begleitung der anderen Pärchen zum Marktplatz. Um Mitternacht endet die Kerwa im Höhepunkt, der Beerd-igung der Kerwasau. Am letzten Oktoberwochenende wird die Herbstkerwa gefeiert. Hierbei wird am letzten Okotberwochenende der ehemals katholischen Simon-Jüdäs-Kirche gedacht. Nach dem Kesselfleischessenauftakt am Donnerstag steht der Freitag ganz im Zeichen des Rocks. Am Samstagabend ist für Jung und Alt einiges geboten und am Sonntag klingt die Kerwa aus.
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